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© Teutoburger Wald Tourismus | D. Ketz

Transferprogramm UrbanLand OstWestfalenLippe

Für ein gutes Leben in Stadt und Land

Gemeinsam mit 18 Kommunen verwirklichen wir die Erkenntnisse der REGIONALE in lokalen Projekten


Wie sieht Wohnen zukünftig aus? Auf welche Weise stellen wir gesundheitliche Versorgung sicher? Auf diese und weitere dringende Fragen geben 18 Kommunen eine Antwort. Unter der Federführung der OstWestfalenLippe GmbH haben sich die Städte und Gemeinden sowie ein Kreis zusammengeschlossen. Sie erarbeiten Projekte für die jeweiligen Stadt- und Ortskerne.


Zum Hintergrund

OstWestfalenLippe hat die REGIONALE von 2018-2022 erfolgreich durchgeführt. 62 REGIONALE-Projekte, rund 140 Mio. Euro akquirierte Fördermittel und Gesamtinvestitionen von 200 Mio. Euro wurden erzielt. Das Format der REGIONALE hat ermöglicht, die Themen Stadtentwicklung, Wohnen, Mobilität, Innovation, Bildung, Daseinsvorsorge, Orte der Begegnung und Kulturlandschaft zusammenzuführen. Es wurden Strategien und grenzüberschreitende Konzepte als Impulsgeber erarbeitet. Kooperationen sowie Netzwerke wurden gegründet. Grenzen von Verwaltungen und Organisationen wurden überwunden. In integrierten Projekten ist es gelungen, zukunftsfähige Lösungen als Next Practice umzusetzen. Von der REGIONALE 2022 hat die gesamte Region profitiert. 
Die innovativen und modellhaften Lösungen für ein gutes Leben in der Region werden jetzt im Transferprogramm UrbanLand fortgeführt. Ziel ist es, Stadt- und Ortskerne in den Städten und Gemeinden in OstWestfalenLippe zu stärken. Mit fünf Projektfamilien in den Themenfeldern Stadtentwicklung, Wohnen, Daseinsvorsorge, Begegnungsorte und Mobilität werden Kommunen in OWL unterstützt. Dies bietet den Kommunen die Chance, Ansätze aus der REGIONALE bedarfsgerecht lokal zu verwirklichen. 


Wie gehen wir vor?

Die Transferphase ist in fünf Projektfamilien organisiert: „Interkommunale Entwicklungsgesellschaft“, „Neue Wohn- und Nutzungstypologien“, „Lokale Daseinsvorsorge: Aufbau gesundheitsbezogener Angebote“, „Vom Leerstand zum Begegnungsort: Bestandsimmobilien gemeinwohlorientiert entwickeln“ sowie „Stadträume für neue Mobilität“. An jeder Projektfamilie nehmen mehrere Kommunen teil. Pro Projektfamilie wird ein Dienstleister beauftragt, der alle Kommunen innerhalb dieser Familie berät. Bis Ende 2024 entstehen für die Kommunen individuelle Konzepte. Der Fokus liegt darauf, eine schnelle Projektverwirklichung vor Ort zu erreichen. 


Was ist der Mehrwert für die Kommunen?

Mit der Teilnahme an der Transferphase bündeln die Kommunen in OWL ihr Wissen, Personal und Finanzmittel. Durch die interkommunale Zusammenarbeit erreichen Sie mehrere Vorteile. Sie gehen Problemstellungen gemeinsam an, helfen sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen und werben Fördermittel sowie Planungsleistungen einfacher ein. Die OWL GmbH steuert den gesamten Prozess und berät die Kommunen bis zur Realisierungsreife ihrer Vorhaben. Die Transferphase wird finanziell ermöglicht durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Gesellschafter der OWL GmbH und die beteiligten Kommunen.


Mitwirkende der UrbanLand Transferphase (v.l.n.r.): Ute Hildebrandt (Gemeinde Hille), Ulrich Lange (Bürgermeister Bad Lippspringe), Torben Blome (Bürgermeister Stadt Lügde), Ann-Kathrin Habighorst (Kreis Lippe), Tobias Scherf (Bürgermeister Stadt Warburg), Borris Ortmeier (Bürgermeister Stadt Barntrup), Andrea Batzer (Gemeinde Kalletal), Dirk Süllwold (Gemeinde Dörentrup), Friso Veldink (Bürgermeister Gemeinde Dörentrup), Michael Kriszan (Gemeinde Leopoldshöhe), Mario Hecker (Bürgermeister Gemeinde Kalletal), Eva-Maria Meng (Gemeinde Schlangen), Gregor Günnewich (Stadt Lügde), Josef Suermann (Bürgermeister Stadt Marienmünster), Lydia Müller (Stadt Bad Lippspringe), Michael Kellersmann (Stadt Bielefeld), Henning Schwarze (Gemeinde Schlangen), Silke Sykora (Stadt Schloß Holte-Stukenbrock), Michael Fißmer (Stadt Vlotho), Sven Schwenke (Stadt Bielefeld), Stefanie Lohne (Stadt Vlotho)


5 Projektfamilien | 18 Kommunen: Wir stärken Stadt- und Ortskerne


Interkommunale Stadtentwicklungsgesellschaft 

Kommunen bündeln ihre Kräfte. Gemeinsam entsteht erschwinglicher Wohnraum dort, wo der Markt wenig aktiv ist, oder Wohnungsunternehmen und Investoren ausgelastet sind. Leerstände werden behoben, Brachen und Baulücken werden entwickelt. Zielgruppe sind kleinere Haushalte, ältere Menschen und Familien. Es wird ein entscheidungsreifes und einfaches Umsetzungsmodell für eine interkommunale Entwicklungsgesellschaft zur Immobilienprojektentwicklung erarbeitet. Eine solche Gesellschaft könnte als Dienstleister für die beteiligten Städte und Gemeinden agieren, die lokale Vorhaben von der Einzelimmobilie bis zum Quartier rentabel konzipiert und dafür Investoren gewinnt. Die Gesellschaft bündelt immobilienwirtschaftliches Know-How und stellt dieses den Kommunen zur Verfügung. Bauherrn werden vermutlich lokale Projektgesellschaften. Diese werden durch dortige Gesellschafter getragen.

Beteiligte Kommunen: Kreis Lippe mit Barntrup, Blomberg, Dörentrup, Extertal, Lage und Lügde sowie Vlotho und Warburg


Neue Wohn- und Nutzungstypologien 

Wohnen in Kombination mit sozialen oder gewerblichen Nutzungen erfrischt Stadt- und Ortskerne. Neue Quartiere oder Bestandsgebäude dienen vielfältigen Zielgruppen für Wohnen, Versorgung, Arbeit und Gemeinschaft. Im Erdgeschoss entstehen zum Beispiel Kindergarten, Tagespflege, Arztpraxis, Ladenlokal, Gemeinschaftsräume, ... - Die Mischung macht ́s! Es entstehen individuelle bedarfsgerechte städtebauliche oder architektonische Konzeptstudien für sechs Vorhaben. Die beteiligten Kommunen erhalten durch die Konzeptstudien eine umsetzungsorientierte Unterstützung auf dem Weg zur Projektverwirklichung. Dies umfasst eine klare Idee mit einem baulich und wirtschaftlich realisierbaren Konzept, das grafisch
überzeugend dargestellt ist.

Beteiligte Kommunen: Dörentrup, Hille, Lübbecke, Marienmünster, Schloß Holte-Stukenbrock und Vlotho


Lokale Daseinsvorsorge

Gute lokale Daseinsvorsorge und Gesundheitsversorgung sind ausschlaggebend dafür, dass Menschen gerne in ihren Städten, Dörfern und Gemeinden leben. Insbesondere die Versorgung durch Hausärzte wird zukünftig zur großen Herausforderung. Angebote wie Beratung, Prävention, Gesundheitsförderung, Unterstützung für Pflege und pflegende Angehörige, Lotsen- und Netzwerkstrukturen oder Telemedizin führen zur Entlastung und Unterstützung von Ärztinnen und Ärzten. Gleichzeitig schafft die Bündelung von Angeboten und Anbietern an einem Ort oder in einem Haus einen attraktiven Arbeitsplatz für weitere Fachkräfte. Gemeinsam mit den lokalen Akteuren werden in drei Kommunen solche gesundheitsbezogenen Angebote konzipiert und aufgebaut. Die beteiligten Kommunen erhalten eine praktische Unterstützung, die sich am Bedarf orientiert und eine dauerhafte Netzwerkstruktur schafft.

Beteiligte Kommunen: Dörentrup, Kalletal und Warburg


Vom Leerstand zum Begegnungsort

Die Vitalität von Städten und Gemeinden lebt von der Initiative vor Ort. Gemeinsam mit Initiativen und der Stadtgesellschaft werden leerstehende Gebäude gemeinwohlorientiert und kooperativ entwickelt. Um in Leerständen mehr Nutzungsvielfalt zu erreichen, werden neue partizipative Formate ausprobiert. Nutzungsbeispiele sind multifunktionale Treffpunkte, bürgerschaftlich getragene Angebote, Wohn- und Arbeitsprojekte, Co-Working Spaces oder Kulturorte und vieles mehr. In einem partizipativen Prozess, der lokale Akteure und Engagierte zur Projektmitwirkung aktiviert und motiviert, werden bedarfsgerechte Nutzungskonzepte für leerstehende Gebäude entwickelt. Es entstehen individuelle und wirtschaftlich realisierbare Konzepte für zwei Vorhaben, die für die Kommunen Grundlage für die weitere Projektverwirklichung darstellen.

Beteiligte Kommunen: Bielefeld und Marienmünster


Stadträume für neue Mobilität 

Das Mobilitätsnetz OstWestfalenLippe hat aufgezeigt, wie die neue Mobilität mit Auto, Bahn und Bus, Rad oder zu Fuß attraktiv gestaltet werden kann - vom Stadtzentrum bis zum Dorf, vom Bildungscampus bis zum Gewerbegebiet. In dieser Projektfamilie entstehen umsetzungsorientierte Konzeptstudien für vier verschiedene Vorhaben. Dazu zählen die Neugestaltung einer innerstädtischen Einkaufsstraße, die Verbesserung der Nahmobilität im Ortskern, die Stärkung des Radverkehrs und die Gestaltung einer großen Mobilstation für Individual- und Warenverkehr.

Beteiligte Kommunen: Bad Lippspringe, Büren, Leopoldshöhe und Schlangen