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Gemeinsam für die Werre – REGIONALE-Auszeichnung für Anrainerkommunen

Die Werre fließt rund 72 Kilometer durch OstWestfalenLippe und ist ein identitätsprägender Bestandteil der Kulturlandschaft im UrbanLand. Für ihre ganzheitliche Entwicklung arbeiten die neun Anrainerkommunen unter dem Dach der REGIONALE 2022 in einem modellhaften Prozess mit dem Titel „Die Werre – ein Fluss der OWL verbindet“ zusammen. Hochwasserschutz, Klimawandelanpassung und Erlebbarmachung sind die zentralen Themen der zahlreichen Einzelbausteine, die interkommunal organisiert werden. Die Bausteine „Bildung einer überörtlichen Kooperation“ und „Trittstein Kuhkamp Detmold“ wurden jetzt als REGIONALE-Projekte ausgezeichnet.

„Die Gestaltung eines lebendigen, erlebbaren Flusses und Flussumfelds funktioniert nur über eine enge Zusammenarbeit aller Anrainerkommunen. Der Schulterschluss für die Werre ist beispielhaft. Nur gemeinsam können die Herausforderungen bewältigt werden, wie beispielsweise die immer wichtiger werdende Anpassung an den Klimawandel mit Blick auf Hochwasserschutz – oder aber Trockenheit. Aber es geht auch darum, die Werre wieder stärker zu den Menschen zu bringen mit flachen Ufern, begleitenden Wegen und dem Zugang zum Wasser in den Städten. Hierfür werden mit dieser Kooperation die Grundlagen gelegt. Die Stadt Detmold geht hier mit dem Trittstein Kuhkamp voran“, lobt REGIONALE-Leiterin Annette Nothnagel. Der Auftaktworkshop der Kommunen in Präsenzform im Rathaus Herford bot Gelegenheit für die Überreichung von Urkunde und UrbanLand-Fahne als Auszeichnungsinsignien der REGIONALE 2022.

Von Horn Bad-Meinberg durch Detmold, Lage, Bad Salzuflen, Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern sowie an Löhne vorbei passiert die Werre schließlich Bad Oeynhausen und mündet dort in die Weser. Der Projektbaustein „Bildung einer überörtlichen Kooperation“ sichert die angestrebte Kooperation der Werre-Anrainer für die Entwicklung einer qualitätsvollen Flusslandschaft. Im Auftaktworkshop wurden die zukünftigen Aufgaben und Perspektiven des Kooperationsverbundes definiert, koordiniert und inhaltlich abgestimmt. Ziel ist auch, klare Arbeitsstrukturen zu entwickeln, die die gemeinsame Aufgabenwahrnehmung dauerhaft sicherstellen.

„Wir beabsichtigen, zum Beispiel an mehreren innerstädtischen Standorten den Zugang an die Werre zu ermöglichen – wie am Bergertor in Herford. Der Fluss wird durch den Rückbau wieder ein Teil des Lebensumfeldes der Menschen und dient der Naherholung. Neue, ökologisch aufgewertete Uferbereiche können zudem Hochwasserrisiken und Folgen des Klimawandels abmildern und das Mikroklima positiv beeinflussen“, stellt Dr. Peter Böhm, 1. Beigeordneter der Gastgeberkommune Herford bei der Veranstaltung heraus.

Ein weiterer Baustein in Detmold geht schon in die Umsetzung. Im Rahmen eines anderthalbjährigen Planungsprozesses haben insgesamt rund 75 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 5 bis 7 der Anrainerschulen Städtische Realschule 1 und Gymnasium Leopoldinum in verschiedenen Modulen den Baustein Trittstein „Kuhkamp“ in Detmold mit einer Länge von 600 m selbst geplant. Hier werden die Themen Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Naherholung, Förderung der Nahmobilität, Schutz vor Hochwasser und vor Folgen von Starkregenereignissen sinnvoll verknüpft.

„Die Umgestaltung der Werre in Detmold trägt zur ökologischen Verbesserung des gesamten Flusses bei. Die Herangehensweise an den Planungsprozess wie der Prozess selbst sind beispielhaft. Das schafft Wertschätzung, Identität und ist modellhaft für weitere Maßnahmen“, so Thomas Lammering, Technischer Beigeordner der Stadt Detmold.

  

REGIONALE 2022-Leiterin Annette Nothnagel (2.v.l.) zeichnet die Anrainerkommunen der Werre beim Auftaktworkshop in Herford aus.

REGIONALE 2022-Leiterin Annette Nothnagel (l.) zeichnet das Projekt "Trittstein Kuhkamp Detmold" aus.

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