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Zukunftsimpulse für ein attraktives Lebensumfeld

Menschen wollen ein attraktives, spannendes und modernes Lebensumfeld – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben. REGIONALE 2022-Projekte verwirklichen Ideen und Modelle für ein zukunftsfähiges OstWestfalenLippe. Im Mittelpunkt der letzten UrbanLand Board-Sitzung für dieses Jahr standen Projekte zur Schaffung lebendiger Quartiere in Stadt und Land, von Orten der Begegnung und touristischer Angebote. 12x verlieh das Entscheidungsgremium den A-Status, 8x den B-Status sowie 3x den C-Status.

„Mit der REGIONALE 2022 nutzen wir die besondere Chance, in OstWestfalenLippe mit innovativen Strategien und beispielgebenden Projekten wirkungsvolle Zukunftsimpulse zu setzen. Dabei haben wir die rund zwei Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in 70 Städten und Gemeinden, sechs Kreisen und der kreisfreien Stadt im Blick. Die zwölf neuen REGIONALE-Projekte tragen dazu bei und entwickeln attraktive Lebensumfelder, schaffen Orte der Gemeinschaft und stärken touristische Ziele“ hebt Landrat Jürgen Müller, Vorsitzender des UrbanLand-Board, des Entscheidungsgremium der REGIONALE, hervor.

„Wir haben bislang rund 135 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben, die ganz konkret bei Unternehmen, Kommunen, Hochschulen und Verbänden in der Region ankommen. Mit diesem hervorragenden Ergebnis haben die Beteiligten an der REGIONALE 2022 optimale Voraussetzungen für das Päsentationsjahr geschaffen. Das wird ein Jahr voller Austausch und toller Aktionen. Ein Jahr, das OWL weit über die Grenzen der Region hinaus sichtbar machen wird und auf das ich mich sehr freue“, so die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher.

Die REGIONALE 2022 wurde 2017 durch das Landeskabinett der Region OstWestfalenLippe zugeschlagen. OstWestfalenLippe richtet die REGIONALE unter der Überschrift „Das UrbanLand“ aus. Ziel ist es, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu stärken. 2018 begann die strategische Arbeit. Insgesamt sind 145 Projektideen sind eingereicht. Stand Dezember 2021 gibt es 44 REGIONALE-Projekte (mit z.T. mehreren A-Beschlüssen). Im Präsentationsjahr 2022 soll das Urbanland OstWestfalenLippe im Rahmen eines Veranstaltungsprogramms sichtbar werden.

„Wir gehen jetzt ins Finale der REGIONALE 2022. Aber selbstverständlich kann das nur eine Momentaufnahme sein, denn das UrbanLand OstWestfalenLippe – die Vision von einer neuen Balance von Stadt und Land – ist ein Prozess. Im Jahr 2022 schaffen wir ein Schaufenster und blicken in die Region. Die Projektqualifizierung und die inhaltliche Arbeit gehen aber weiter - die Ärmel bleiben also hochgekrempelt. Wir gehen am Ende von etwa 60 REGIONALE-Projekten aus“, erklärt Herbert Weber, Geschäftsführer der OWL GmbH, bei der das NRW-Strukturentwicklungsprogramm REGIONALE 2022 gemanagt wird.


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Neue REGIONALE 2022-Projekte

Neues Eingangs- und Ausstellungsgebäude für das LWL-Freilichtmuseum Detmold
Im deutschlandweit größten Freilichtmuseum in Detmold stehen auf 90 Hektar Fläche rund 120 vollständig eingerichtete Gebäude aus allen Landschaften Westfalens, die den geschichtlichen Hintergrund ländlichen sowie kleinstädtischen Bauens und Lebens zeigen. Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude schafft den Brückenschlag von der Vergangenheit in die Zukunft. „Über die REGIONALE entsteht ein innovatives Gebäude, das konsequent ökologisch nachhaltig ausgerichtet ist, in dem traditionelle Materialien wie Holz und Lehm umfassend Verwendung finden. Die Qualitäten und das Wissen des ländlich geprägten Raums – beispielsweise zu Landschaftsökologie, Umwelt oder nachhaltigem Bauen – werden hier vermittelt und weiterentwickelt“, erläutert Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Mansergh Quartier, Gütersloh
Durch den Abzug der britischen Streitkräfte eröffnet sich nahe der Stadtmitte von Gütersloh mit dem REGIONALE-Projekt Mansergh Quartier ein 38 Hektar großes Kasernengebiet, das die Chance zur Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum mit einer modernen Quartiersentwicklung bietet. „Mit dem REGIONALE-Projekt wird ein über 80 Jahre verschlossenes Areal zugänglich. Ziel dieses für die Stadt Gütersloh immensen Planungsvorhabens ist ein ökologisch nachhaltiges Wohn- und Bildungsviertel mit Grünflächen für die Bürgerinnen und Bürger, für Studierende und Freiberufler. Von den großzügigen Freiräumen innerhalb des Quartiers und im Dalke-Park profitiert die gesamte Stadt“, so Inga Linzel, Fachbereichsleiterin Stadtplanung Gütersloh.

Alanbrooke Quartier – Konversion in die Zukunft, Paderborn
Ein lebendiges Stadtquartier mit Wohnraumvielfalt und einem Zentrum der Kreativwirtschaft soll mit dem REGIONALE-Projekt Alanbrooke Quartier auf dem 18 Hektar großen ehemaligen Militärstandort im Herzen Paderborns entstehen. Denkmalgeschützte Kasernengebäude aus wilhelminischer Zeit machen den besonderen Reiz des Areals aus. Besonderen Wert legt die Stadt Paderborn auf qualitätssichernde Planungs- und Vermarktungsinstrumente.
„Mit dem Alanbrooke Quartier entsteht ein urbanes Stadtquartier mit rund 800 Wohneinheiten, gewerblichen Büro- und Dienstleistungsflächen, einer Kita und belebten Erdgeschosszonen. Einen wichtigen Beitrag zur Entstehung eines lebendigen Stadtquartiers soll neben dem öffentlichen Park ein offenes Zentrum für Kreativwirtschaft leisten. Wir freuen uns sehr über die Aufnahme in die REGIONALE“, erläutert Lars-Christian Lange, Konversionsbeauftragter der Stadt Paderborn.

Neues Leben am Kohlenufer, Minden
Gegenüber der historischen Altstadt in Minden liegt auf der rechten Weserseite direkt am Bahnhof und alten Weserhafen ein Stadtraum mit herausragendem Potenzial. Das REGIONALE-Projekt „Neues Leben am Kohlenufer“ entwickelt modellhaft urbane Strukturen für Wohnen, Arbeiten und Kreativszene in Verbindung mit attraktiven Räumen am Wasser. Die ersten Schritte, wie zum Beispiel der Wettbewerb zur Weserpromenade oder die Machbarkeitsstudie für das Wohnen und Leben am Alten Weserhafen, stellen dafür eine sehr gute Grundlage dar. „Minden bekommt ein neues Quartier und betreibt hier ganzheitliche und zukunftsweisende Stadtteilentwicklung. Mehr noch: Das Wohnen am Wasser im alten Weserhafen wird spektakulär und ganz neue Lebensqualität in Minden anbieten. Die Sanierung und Neunutzung des historischen Bahnhofsgebäudes hat großes Potenzial für einen Zukunftsstandort zusammen mit dem REGIONALE-Projekt RailCampus OWL“, stellt Mindens Bürgermeister Michael Jäcke heraus.  

Bahnhof Löhne als Dritter Ort
Das denkmalgeschützte Gebäude wird als Bürger- und Kulturbahnhof zum Begegnungsort mit Vorbildwirkung über Löhne hinaus entwickelt. Für das komplexe Vorhaben wurde in Zusammenarbeit von Verein „Löhne umsteigen“, Stadtverwaltung und engagierten Bürgerinnen und Bürgern ein Nutzungskonzept entwickelt, das durch das Programm „Dritte Orte NRW“ in einen Testbetrieb mit nachhaltiger Perspektive überführt wird. „Es entstehen Veranstaltungs- und Arbeitsräume, eine neue Stadtbibliothek sowie ein Kultur- und Lesecafé mit Bistro für nachhaltigen Handel. Wir entwickeln den Bahnhof zum neuen Entrée von Löhne. Ich freue mich über die Auszeichnung innerhalb der REGIONALE“, so Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller.

Digitaler Showroom Bad Oeynhausen
Das Teilprojekt „Digitaler Show-Room Bad Oeynhausen“ erhielt als neuer Baustein des REGIONALE-Projekts „Zukunftsfit Digitalisierung“ einen A-Beschluss. Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Touristeninformation im Haus des Gastes im Herzen des Kurparks Bad Oeynhausen. „Wir freuen uns auf die Umsetzung und die Aufnahme in die REGIONALE 2022. Neben den digitalen Serviceangeboten sollen die Geschichte und Entwicklung des Kurbads hier Raum und Darstellung finden – die DNA Bad Oeynhausens sozusagen“, erläutert Bürgermeister Lars Bökenkröger.
Die Teilprojekte „Digitale Show Rooms“ setzten als Piloten die innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung in Touristeninformationen um. Im Rahmen von "Zukunftsfit Digitalisierung" werden sechs Tourist-Informationen als sogenannte digitale Show-Rooms gestaltet.

Klimaquartier Sennestadt, Bielefeld
Mit dem REGIONALE-Projekt Klimaquartier Sennestadt wird auf dem ehemaligen Schillinggelände, einer Industriebrache, ein neues Kapitel der Sennestadt aufgeschlagen. Es entstehen eine Klimaschutzsiedlung und ein urbanes Gebiet – die größte Flächenentwicklung seit Jahrzehnten im Bielefelder Süden. Das Vorhaben besticht durch eine überzeugende Entwicklungs- und Vermarktungsstrategie mit Siedlungspartnern, den Stadtwerken und der Sparkasse.
„Das Klimaquartier Sennestadt ist ein besonderer Laborraum, um für ein nachhaltiges Bielefeld modellhafte Verfahren, Technologien und Finanzierungsmodelle zu entwickeln. Ich freue mich, dies auch in die REGIONALE einzubringen“, stellt Geschäftsführer Bernhard Neugebauer von der federführenden Sennestadt GmbH heraus.

Stadtgesellschaft im Denkmal – Kooperationsprojekt in OWL
Die fünf Städte Bad Driburg, Horn-Bad Meinberg, Höxter, Lemgo, Nieheim mit einer Einwohnerzahl zwischen 6.000 und 40.000 und ein Quartier der Großstadt Paderborn haben sich im Projektverbund „Stadtgesellschaft im Denkmal“ zusammengefunden. Ziel ist, durch die Aufwertung der Ortskerne einen umfassenden Impuls der Quartiersentwicklung zu setzen. Im Kooperationsprojekt werden fachlicher Austausch, Beratung und konkrete Zusammenarbeit organisiert. Dabei geht es sowohl um Fragen der Baukultur im Umgang mit den wertvollen historischen Gebäuden, als auch die Entwicklung neuer Nutzungsmodelle. Unter dem Dach der Kooperation setzen die Städte vor Ort jeweils ein Projekt um. Die Projektpartner haben für die beispielgebende Kooperation die Auszeichnung als REGIONALE-Projekt über den A-Beschluss erhalten.

Quartierszentrum Wippermann – Bürgerbildung im Baudenkmal
Das 1576 errichtete Haus Wippermann ist von der Stadt Lemgo mithilfe innovativer Techniken denkmalgerecht zu einem lebendigen Zentrum umgebaut. Als Teil des Kooperationsprojekts „Stadtgesellschaft im Denkmal“ steht es für integrierte Quartiersentwicklung. Die Volkshochschule Detmold-Lemgo ist Ankernutzerin. „Ein roter Faden des zukünftigen Angebots ist die Bildung. Das Quartierszentrum soll aber auch ein Ort für Begegnung und Integration sein. Wir wünschen uns, dass das Haus Wippermann ein neuer Anlaufpunkt wird und das neue innovativ gestaltete Nutzkonzept aufgeht“, so Karl Wessel, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen Lemgo.

KulturScheune1a
Beispiel des großen ehrenamtlichen und kulturellen Engagements der lokalen Bevölkerung der kleinen Kommune Fürstenberg/Bad Wünnenberg im Kreis Paderborn ist das Konzept „KulturScheune1a“. Mit diesem REGIONALE-Projekt entsteht ein ehrenamtlich getragener Dritter Ort, der mit speziell für den ländlich geprägten Raum konzipierten kulturellen Angeboten wichtige Impulse für das UrbanLand setzt und zum attraktiven Dorfleben beiträgt.
„Die KulturScheune ist bereits jetzt ein Ort der Begegnung. Wir veranstalten Märkte, hier finden Workshops zu ganz verschiedenen Themen statt und es gibt ein Café-Angebot. Wir entwickeln das Konzept KulturScheune1a gemeinsam entlang der Interessen und Wünsche der Bevölkerung weiter. Jetzt freuen wir uns auf den Start der Sanierung, die die alte Zehntscheune ganzjährig nutzbar macht“, erklärt Peter Gödde von der KulturScheune1a UG.

DiD (Dorf im Dorf) - nachbarschaftliches & generationsübergreifendes Wohnen
„Um ein selbstbestimmtes Leben in einer aktiven Gemeinschaft zu fördern, entwickeln wir in Zusammenarbeit mit einer engagierten Gruppe von Bürgerinnen und Bürger im historischen Ortskern Nettelstedts im Kreis Minden-Lübbecke ein nachbarschaftliches und generationsübergreifendes Dorfquartier mit 45 Wohneinheiten“, erklärt Achim Grube, Vorstandssprecher GBSL Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lübbecke eG.
Vielfalt und Lebendigkeit entstehen durch die genossenschaftlichen Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Reihenhäuser, die sich um gemeinschaftlich genutzte Räume und Gärten im Hof gruppieren. Das Dorf-Café steht als Treffpunkt allen Bürgerinnen und Bürgern offen. Menschen mit Unterstützungsbedarf werden in einer Pflegewohngruppe und durch eine kleine ambulante Pflegestation versorgt. Im Ergebnis entsteht ein Modell für modernes und vielfältiges Wohnen mit Versorgungssicherheit in einem kleinen Ort.

5G Lernorte für die Berufsbildung der Zukunft
Die OstWestfalenLippe GmbH trägt gemeinsam mit der Universität Paderborn, den Kreisen Gütersloh und Paderborn, dem Fraunhofer IOSB-INA und der Nachwuchsstiftung Maschinenbau das REGIONALE-Projekt „5G Lernorte OWL“. Ziel ist es, die Vorzüge und Grenzen der 5G-Technologie für die berufliche Bildung zu erforschen. Aus der Perspektive von 5G- und Bildungsforschung werden berufs-, orts- und organisationsübergreifende Lernszenarien für die Produktion der Zukunft entwickelt. Dabei liegt der Fokus auf vorausschauender Wartung sowie Qualitätskontrolle und Fernwartung. Die Szenarien werden in vier Berufskollegs in den Kreisen Gütersloh und Paderborn erprobt – sowohl mit gewerblich-technischen als auch kaufmännischen Auszubildenden.
„5G ist ein wichtiger Schlüssel, um Prozesse zu optimieren und neue Anwendungen zu realisieren – von der Industrie über die berufliche Bildung bis zu Mobilität und Gesundheit. Die Potenziale und Grenzen von 5G für diese Bereiche müssen Unternehmen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen gemeinsam erschließen. Mit dem Projekt leisten wir Pionierarbeit für die berufliche Bildung und einen wichtigen Beitrag für die Fachkräftegewinnung. Die Aufnahme in die REGIONALE verleiht zusätzlich Strahlkraft“, so Wolfgang Marquardt, Prokurist und Leitung Regionalentwicklung in der OstWestfalenLippe. GmbH.

Weitere Projekte im Qualifizierungsprozess

An acht Projektkandidaten wurde durch das UrbanLand Board der B-Status verliehen.

  • Entwicklungsperspektive Areal Barker / Zukunftsquartier Paderborn
  • Erlebnisraum Weserlandschaft – Vlotho AN der Weser
  • Inklusives Quartier Laurentiushöhe
  • Engelingshof – Alle unter einem Dach
  • Hammersmith-Kaserne Herford
  • Lebendiges Quartier Brunsheide
  • Rochdale Quartier – Ko-produktive Stadt
  • Quartier Brausemühle

Außerdem wurden drei Projektideen

  • Zukunft im Kloster Brede, Brakel, Kreis Höxter
  • CoSpace–Netzwerk OWL (ganz OWL)
  • Zukunft des Landlebens – Neues Wohnen, Dörentrup, Kreis Lippe

über einen C-Beschluss das Potenzial zugesprochen, zur Umsetzung der UrbanLand-Gesamtstrategie beizutragen. Sie sollen weiter qualifiziert werden.

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