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Kreis Minden-Lübbecke

Landesförderung für Weserprojekt Moderationsprozess Großes Torfmoor / Bastauniederung

Mit einer Förderung in Höhe von 160.000 Euro unterstützt das Land NRW den Moderationsprozess im Landschaftsraum Großes Torfmoor und Bastauniederung als Teil des REGIONALE 2022-Rahmenkonzepts Erlebnisraum Weserlandschaft. Die Detmolder Regierungspräsidentin Judith Pirscher überreichte im Juli 2021 den Förderbescheid persönlich im Kreishaus in Minden an Landrätin Anna Katharina Bölling.

„Wir haben wahre Naturschätze vor der Haustür, die wir gemeinsam weiterentwickeln wollen. Es verdient schon jetzt Anerkennung, dass sich alle Beteiligten bereit erklärt haben, sich auf diesen Moderationsprozess einzulassen, denn es ist bekannt, dass die unterschiedlichen fachlichen Zielvorgaben und Interessen teilweise geradezu unver-einbar sind“, so die Landrätin. „Da kommt keine leichte Aufgabe auf die Beteiligten zu. Mich würde es freuen, wenn am Ende alle sagen könnten, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer wertvollen natürlichen Ressourcen geleistet haben. Das hätte ohne Zweifel eine positive Signalwirkung für viele andere Projekte, bei de-nen es ähnliche Interessenkonflikte gibt.“

Regierungspräsidentin Judith Pirscher: „Mit dem Großen Torfmoor und den Bastauwiesen liegt zwischen Minden, Hille und Lübbecke ein ganz besonderer Schatz: das größte zusammenhängende Moorgebiet in Nordrhein-Westfalen. Das Land NRW hat ein besonderes Interesse an diesem Naturraum. Das zeigt sich auch in der voll-ständigen Förderung des Projektes in Höhe von 160.000 Euro. Ich freue mich daher sehr, mit der Förderzusage für dieses Projekt das Tor zu einem konstruktiven Dialog öffnen zu können. Naturschutz und ökologische Entwicklung in der Kulturlandschaft brauchen neue, zielgerichtete Ansätze zur kooperativen Diskussion unterschiedlicher Nut-zer- und Interessensgruppen. Denn eins ist klar: Moore sind einzigartig – in ihrer Entstehung, ihrem Nutzen für das Ökosystem und auch in ihrem Nutzen für Klima und die Gesellschaft. Es gilt, sie in all diesen Aspekten für die Nachwelt zu erhalten.“

„Der besondere Landschaftsraum schafft an dieser Stelle Identität und steigert die Lebensqualität. Im ausgewo-genen Zusammenwirken und verbindlichen Handeln aller Nutzenden von Landwirtschaft über Naturschutz bis zum Tourismus liegt der Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung, die auch dem Klimaschutz dient.“, lobt Annette Nothnagel, Leiterin der REGIONALE 2022 bei der OWL GmbH.

Info zum Projekt:

Der Landschaftraum Großes Torfmoor und Bastauniederung im Kreis Minden-Lübbecke hat als größtes Moorge-biet in Nordrhein-Westfalen eine besondere ökologische Funktion als Lebensraum. Gründe sind die grund- und niederschlagswassergeprägten Moorböden und die Vielzahl schutzwürdiger Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig aber wird der Landschaftsraum landwirtschaftlich und touristisch genutzt. Zudem gewinnt die klimatische Funkti-on als CO2-Speicher zunehmend an Bedeutung.
 
Ziel des REGIONALE 2022-Projektes ist, einen modellhaften Lösungsansatz für die hochaktuelle Frage von Interes-sensausgleich in der Landschaftsentwicklung zu erarbeiten. Es geht um die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Na-turschutz, Landwirtschaft und Erholung. Hierzu soll ein integrales Planungskonzept erarbeitet werden, das die ein-zelnen Interessensgruppen berücksichtigt, ein Leitbild für die Entwicklung des Landschaftsraums aufzeigt und eine Bindungswirkung für die Akteure entfaltet. Die Umsetzungsperspektive der Maßnahmen soll in den Blick genom-men und verbindlich vorbereitet werden. Der Moderationsprozess ist ein Baustein des REGIONALE 2022-Rahmenkonzepts Erlebnisraum Weserlandschaft der der Kreise Höxter (federführend), Lippe, Herford und Min-den-Lübbecke. Das Rahmenkonzept steht für die ganzheitliche Entwicklung und Renaturierung des starken Identi-tätsgebers Weserraum in OWL und beschreibt das gemeinsame Arbeitsprogramm.

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