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Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH

Minden an die Weser: Siegesentwurf zur Neugestaltung der Weserpromenade

Minden rückt an die Weser und schlägt Brücken, die beide Ufer näher zusammenwachsen lassen. Am Weserufer entsteht mit langfristiger Perspektive ein attraktiver Raum für modernes Leben, Wohnen und Arbeiten links und rechts des Flusses. Mit der Neugestaltung der Weserpromenade auf der Alstadtseite geht ein erster Baustein auf den Weg, dem zahlreiche Maßnahmen, wie einem Weserauenpark oder dem RailCampus OWL, folgen. Es entsteht im Rahmen der REGIONALE 2022 neues Leben im Zentrum von Minden, deren Impulse weit über die Stadtgrenzen hinauswirken werden.

Beim Wettbewerb um die Neugestaltung der Mindener Weserpromenade steht jetzt der Gewinner fest: Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin. Auf den dritten Rang schafften es die Arbeiten von Planorama Landschaftsarchitektur und A24 Landschaft GmbH, beide ebenfalls aus der Hauptstadt. „Den Jurymitgliedern war es wichtig eine Idee zu finden, die in die Zukunft geht und Weserpromenade und Schlagde als urbane Plätze in Minden gestaltet“, unterstreicht Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz bei der Stadt Minden.

Entscheidend war ein robustes Konzept mit guten Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten. Außerdem sollte der Entwurf die Verbindungen in die Mindener Innenstadt stärken und das Glacis und die historischen Stadtbefestigungsanlagen einweben. Ein besonderes Augenmerk sollte zudem auf die Schlagde gelegt werden. Hier soll zukünftig eine Multifunktionsfläche mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten entstehen. Der Hochwasserschutz wird umfassend berücksichtigt.

Das Gewinner-Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass die vorhandenen drei Bereiche Schlagde, Weserglacis und Weserwiese in einem Konzept miteinander verbunden und dadurch erlebbar gemacht werden. Die Schlagde soll als urbaner Platz so gestaltet werden, dass er unter neu angepflanzten Bäumen zum Verweilen einlädt. Die Tränke ist in dem Entwurf mit aufgenommen und soll als Verbindung zur Bäckerstraße und damit zur Mindener Innenstadt wirken. „Sehr gut hat den Jurymitgliedern der Aspekt gefallen, dass die Menschen näher an die Weser herankommen“, hebt Friedhelm Terfrüchte hervor. Er ist Landschaftsarchitekt und Vorsitzender für die Preisgerichtssitzung.

Der sogenannte „Weserbalkon“ ist eine großzügig angelegte Stufenanlage. Auf den „Weserstufen“ sollen die Mindener sitzen, sich entspannen, den Blick auf das Wasser genießen und somit die Weser wieder erleben. Diese Stufen sollen auch den Bereich um die Glacisbrücke aufwerten. Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger bekommen mehr Platz – eine fünf Meter breite Promenade macht ein gutes Nebeneinander beider Nutzungen möglich. Die Jury ist sich darin einig, dass der Entwurf zeitlos ist und die Weserpromenade dadurch vielseitig und offen für viele unterschiedliche Nutzungen umgestaltet werden kann.

Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH

Bis die Gewinner-Idee in die Tat umgesetzt wird, dauert es noch ungefähr zwei Jahre. Bis dahin werden die Preisträger zunächst zu einem Verhandlungsverfahren eingeladen, um einzelne Aspekte des Entwurfes anzupassen und ein mit der Stadt abgestimmtes Konzept zu erhalten. Im Anschluss wird einer der Preisträger mit der detaillierteren Ausarbeitung des Entwurfes beauftragt werden, um schließlich die Umsetzung angehen zu können.

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