Projekte

UrbanLand Blog

Kontakt

Login

© Michael Reimer

Das neue Stadt Land Quartier

RichterHaus der Generationen

Beispielhafte Quartiersentwicklung durch Wiederbelebung des baukulturellen Erbes in Nieheim

A
Status
Stufe 2 Label
RichterHaus der Generationen 33039 Nieheim

Im historischen Nieheimer Richterhaus wird ein Ort für alle Generationen geschaffen.


Viele kleinere und mittelgroße Städte in OstWestfalenLippe zeichnen sich durch historische Stadt- und Ortskerne mit jahrhundertealten Gebäuden aus. Die Erhaltung des baukulturellen Erbes sind Herausforderung und starker Impuls für die Stärkung der Städte zugleich.   

Die rund 6.000 Einwohnerinnen und Einwohnern starke Kommune im Kreis Höxter entwickelt ein attraktives Quartier im historischen Stadtkern neu. Herzstück ist das seit Jahren leerstehende Denkmal Richterhaus. Die Stadt hat das identitätsstiftende Gebäude erworben und schafft gemeinsam mit den Partnern Tagespflege „Jung und Alt“ e. V., Volkshochschule Bad Driburg, Brakel, Nieheim, Steinheim und der kommunalen Jugendeinrichtung eine gemeinsame Nutzung mit Beispielcharakter für das UrbanLand OstWestfalenLippe.

Neben einer Tagespflege für ältere Menschen sollen im REGIONALE-Projekt „RichterHaus der Generationen“ Räume für die offene Jugendarbeit sowie für Begegnung, Bildung und Freizeitgestaltung aller Nieheimerinnen und Nieheimer entstehen. Die Angebote ergänzen sich und fördern gezielt die Begegnung der Generationen. Mit dem Vorhaben wird ein wirkungsvoller Beitrag für die Schaffung eines lebendigen Stadtkerns, für das Zusammenleben, die pflegerische Versorgung und ein attraktives Wohnumfeld in einer Kleinstadt im südlichen OstWestfalenLippe geleistet.

Das 1701 erbaute Richterhaus wird unter Berücksichtigung der ursprünglichen Fachwerksubstanz und denkmalpflegerischer Aspekte behutsam für die neue Nutzung revitalisiert. Hier werden ökologischer Baumaterialien, beispielsweise der traditionelle Lehmbau, verwendet. Ein zweigeschossigen Anbau vergrößert die Nutzfläche. Das Gebäude wird ans Fernwärmenetz angeschlossen. Die aktuellen energetischen Standards (EnEV) werden für den Anbau übertroffen und auch im Zuge der Sanierung des historischen Gebäudeteils berücksichtigt. Der späteren Nutzung entsprechend wird barrierefrei gebaut.

Büro Lohaus, Carl, Köhlmos
Büro Lohaus, Carl, Köhlmos

Ansichten: Richterhaus Nieheim mit geplantem Anbau | Plan vom Richterplatz Nieheim. Grafiken: Büro Lohaus, Carl, Köhlmos

Die Revitalisierung des Richterhauses hat einen deutlichen Entwicklungsimpuls für die  neue Mitte von Nieheim gesetzt. Der umliegende Richterplatz wird von der Stadt umfassend neugestaltet und durch private Investitionen in den Immobilienbestand und Neubau von Wohnraum wertvoll ergänzt.


Projektverbund: Stadtgesellschaft im Denkmal

Die fünf Städte Bad Driburg, Horn-Bad Meinberg, Höxter, Lemgo, Nieheim mit einer Einwohnerzahl zwischen 6.000 und 40.000 und ein Quartier der Großstadt Paderborn haben sich im Projektverbund „Stadtgesellschaft im Denkmal“ zusammengefunden. Ziel ist, durch die Aufwertung strukturschwacher Ortskerne der schwach ausgeprägten bis negativen Bevölkerungsentwicklung etwas entgegenzusetzen.

In dem gemeinsam finanzierten und vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützten Kooperationsprojekt werden fachlicher Austausch, Beratung und konkrete Zusammenarbeit organisiert. Dabei geht es sowohl um Fragen der Baukultur im Umgang mit den wertvollen historischen Gebäuden, als auch die Entwicklung neuer Nutzungsmodelle. Unter dem Dach der Kooperation setzen die Städte vor Ort jeweils ein Projekt um. Die Projektpartner streben für die beispielgebende Kooperation und ihre Bauvorhaben die Auszeichnung als REGIONALE-Projekt an, um zur Verwirklichung der UrbanLand-Strategie beizutragen und ein Modell für das Handlungsfeld „Stadt-Land-Quartier“ zu sein.


Projektfamilie: Integrierte Ansätze für neue lebendige Quartiere

Das UrbanLand OstWestfalenLippe steht für eine integrierte Quartiersentwicklung, die verschiedenste Funktionen zusammenbringt und lebendige, lebenswerte und stabile Orte entstehen lässt.

Dabei sind je nach Standort und räumlicher Lage die Herausforderungen und Aufgaben sehr unterschiedlich. Sie reichen von der (Neu- und Weiter-) Entwicklung großflächiger Stadtquartiere bis zur kleinteiligen Intervention in vorhandene Dorfstrukturen. Es geht immer darum – zugeschnitten auf den jeweiligen Standort – die Bedürfnisse der Menschen und das Miteinander der Nutzenden in den Mittelpunkt der Quartiersentwicklung zu rücken.


Meilensteine

05/2018
Projekt wird für die REGIONALE eingereicht
09/2018
Verleihung C-Status
09/2019
Beginn der Renovierungsarbeiten
11/2019
Verleihung B-Status
Herbst 2020
Geplante Fertigstellung
05/2020
Verleihung A-Status
Das UrbanLandBoard beschließt den A-Status und macht das RichterHaus damit zum REGIONALE-Projekt

UrbanLand OstWestfalenLippe-Karte