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Stadt Borgholzhausen / Büro Röver

Die neue Mobilität

Linien-E-Carsharing Borgholzhausen

Multimodales Angebot ergänzt ÖPNV für die erste und letzte Meile

B
Status
Linien-E-Carsharing Borgholzhausen 33829 Borgholzhausen

Das Prinzip Carsharing zum Preis eines Nahverkehrstickets.


Neue vernetzte Mobilität heißt, dass auch Dörfer und einzelne Siedlungen gut erreichbar sind. Um die Lücke zwischen dem Bahnhof und der eigenen Haustür zu schließen, werden zukunftsweisende Angebote wie der REGIONALE-Projektkandidat Linien-E-Carsharing Borgholzhausen gebraucht. Das Konzept ist bisher einzigartig in Deutschland: Auf definierten Linien werden kleinere Siedlungen der Flächenkommune Borgholzhausen mit Elektro-Fahrzeugen an den vorhandenen ÖPNV angebunden. Man fährt selbst und kann andere mitnehmen – für Besitzerinnen und Besitzer eines Nahverkehrstickets kostenlos.

Die Sicherstellung der Erreichbarkeit ist im ländlichen Raum ein wichtiges Zukunftsthema. Für die vernetzte Mobilität werden Lösungen gesucht, die die Möglichkeiten der Digitalisierung für neue Angebotstypen nutzen. Dabei wird in OWL mit unterschiedlichen Modellen der sogenannten on-demand-Verkehre experimentiert – also individualisierter Öffentlicher Nahverkehr, der flexibel und nach Bedarf funktioniert. In Borgholzhausen wird eine einzigartige Idee erprobt.

Überall dort, wo in Borgholzhausen eine Erschließung durch den vorhandenen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht möglich ist, wird das Linien-E-Carsharing in die Konditionen eines ÖPNV-Tickets inkludiert und ergänzt den ÖPNV-Fahrplan. Dafür werden „Linien“ definiert, deren Anfangs- oder Endpunkt die Mobilstation am Bahnhof Borgholzhausen ist. Dort erfolgt die Anbindung an regionale Bus- und Bahnangebote. Der andere Zielpunkt kann dann entweder in der eigenen Siedlung oder in Gewerbegebieten im Außenbereich liegen.

Das Angebot steht den Nutzenden prinzipiell rund um die Uhr zur Verfügung. Fahrten können im Voraus gebucht werden. Mitfahrende können buchen, sobald eine Fahrerin/ ein Fahrer eine Fahrt angemeldet hat. Weicht man von der Linie ab und fährt weitere Wunschziele an, dann erkennt das digitale System dies automatisch und ein attraktiver Carsharing-Tarif wird verrechnet.

Digitalisierung spielt insgesamt eine große Rolle. Die Auskunft, Buchung und Abrechnung erfolgt per App und die Autorisierung zur Benutzung der Fahrzeuge mit dem digitalen Handy-Ticket. Telematik erfasst, ob sich das Fahrzeug auf der Linie befindet und wo es abgestellt bzw. in nächster Zeit wieder benötigt wird. Darüber wird auch die Flottenlogistik gesteuert. Fahrsituations- und Umgebungsdaten werden erfasst und bilden eine Vorstufe zum autonomen Fahren.

© Ulrich Fälker
© Ulrich Fälker
© Stadt Borgholzhausen
© Stadt Borgholzhausen

Baustelle überdachter Carsharing-Parkplatz "Rotunde" Bahnhof Borgholzhausen | Planskizze Carsharing-Parkplatz Bahnhof Borgholzhausen | geplantes Liniennetz | Bilder: Ulrich Fälker, Stadt Borgholzhausen

Die Stadt Borgholzhausen bringt mit dem REGIONALE-Projektkandidat „Linien-E-Carsharing“ das Thema Carsharing auf das Land und macht es in Kombination mit bestehendem ÖPNV attraktiv und wirtschaftlich. Es ist ein zukunftsweisendes Modellprojekt, das das UrbanLand OstWestfalenLippe optimal miteinander vernetzt. Dafür wurde das Vorhaben im Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ ausgewählt. Das Projekt wird in den nächsten drei Jahren weiter konkretisiert und real erprobt.


Aktions- und Handlungsfeld

Die Schaffung flexibler und bedarfsgesteuerter Mobilitätsangebote gehört zu den zentralen Maßnahmenempfehlungen der im November 2019 veröffentlichten Mobilitätsstrategie für das „UrbanLand OstWestfalenLippe“.

Diese greift zentrale Themen wie multimodale Mobilität, flexible und bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote, Radverkehr und Logistik auf und gibt Orientierungshilfe für die Ausgestaltung der regionalen Mobilität von morgen. Die REGIONALE 2022 bietet dabei gute Möglichkeiten, anhand von Pilotprojekten zu zeigen, wie die Strategie umgesetzt werden kann.

Die Mobilitätsstrategie zum Download


Handlungsfeld: Flexible und bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote

Um im UrbanLand flächendeckend mobil zu sein und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle zu ermöglichen, muss der öffentliche Verkehr im Hinblick auf Taktung, Verkehrszeiten, Service, Tarife und Komfort optimiert werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus dem Auge zu verlieren.

Eine zentrale Voraussetzung für flexible und bedarfsgesteuerte Mobilitätsangebote ist ein intelligentes Verkehrsmanagement und die digitale Vernetzung der Verkehrsträger.

Andere Projekte des Schwerpunktes:


Meilensteine

05/2019
Einreichung als REGIONALE-Projektidee
07/2019
Verleihung C-Status
06/2020
Auswahl Mobil NRW
Ein ausgewähltes Projekt im Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“
12/2020
Verleihung B-Status
03/2021
Förderbescheid
in Höhe von 1.020.000 Euro von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst

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