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polis Convention 2022

OstWestfalenLippe

OstWestfalenLippe auf der polis Convention, 27.-28. April 2022, der Messe für Stadtentwicklungsthemen in NRW, Areal Böhler in Düsseldorf.

OstWestfalenLippe Gemeinschaftsstand

Gemeinsam gestalten die Städte Detmold, Gütersloh, Herford, Minden, Paderborn und die OstWestfalenLippe GmbH den Gemeinschaftsstand (E04.4) mit aktuellen Projektvorhaben zur Regional- und Stadtentwicklung. Im Fokus des Messeauftritts stehen Vorhaben der REGIONALE 2022 unter dem Titel: UrbanLand OWL - Lösungen aus OstWestfalenLippe für ein gutes Leben.

              

Auf der polis Convention, der Messe für Stadtentwicklungsthemen in NRW vom 27.-28.04.2022 auf dem Areal Böhler in Düsseldorf, treffen Städte und Kommunen auf Investoren, Finanzierer, Architekten, Planer und Projektentwickler. Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft erhalten unmittelbare Einblicke in Grundstücks- und Flächenpotenziale. Kommunen treffen auf potenzielle Investoren und Architekten stellen ihre Objekte in den Mittelpunkt. Natürlich dürfen auch urbane Pioniere mit ihren Zukunftsvisionen nicht fehlen. Auf der polis Convention versammeln sich all diejenigen, die unsere Städte in lebenswerte Räume transformieren wollen.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um den persönlichen Kontakt zu den im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung aktiven Partnern und Kollegen zu intensivieren, deren aktuelle Stadt- und Quartiersentwicklungsprojekte und auch unsere eigenen Highlight-Projekte und Themen der REGIONALE 2022 vorzustellen.Die Städte Detmold, Gütersloh, Herford, Minden, Paderborn und die OstWestfalenLippe GmbH präsentieren sich auf unserem Gemeinschaftsstand (Stand E04.4) im Zentrum der polis Convention am Mittwoch, 27. April 2022, 9.00 bis 17.30 Uhr und Donnerstag, 28. April 2022, 9.00 bis 16.30 Uhr.


EXKLUSIVPANEL: Region OWL

In dem begleitenden Kongressprogramm gestalten wir ein EXKLUSIVPANEL: Region OWL am 1. Messetag, 27.04., 11:45 bis 12:15 Uhr mit dem Titel "OstWestfalenLippe als Zukunftslabor - Flächenkonversion in großem Stil" https://kongress.polis-convention.com/timetable/event/exklusivpanel-paderborn/
Nach dem Panel erfolgt ein kleiner Empfang mit einer kleinen Stärkung auf unserem Stand (E04.4) und bietet Gelegenheit zum Austausch.


Das UrbanLand OstWestfalenLippe

Das UrbanLand OstWestfalenLippe steht für ein neues Modell von Stadt-Land-Beziehung, in dem die wechselseitigen Stärken von Zentrum, Umland und Peripherie genutzt werden, um den Menschen aller Altersklassen eine optimale Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Leben nach ihren individuellen Wünschen zu bieten: In großstädtischen Ballungsräumen, lebenswerten Mittelzentren und landschaftlicher Idylle mit kleinen Dörfern.

              

OstWestfalenLippe als Zukunftslabor - Flächenkonversion in großem Stil

OstWestfalenLippe entwickelt lebendige und attraktive Quartiere. Wohnen, Arbeiten, Bildung und Wirtschaft, Kultur und Freizeit – dies und noch mehr bieten die neuen Stadtteile mit Modellcharakter!
Die Region nutzt die herausragenden Chancen für die Stadtentwicklung, die sich durch die Konversion ehemaliger militärischer und gewerblicher Liegenschaften ergeben. Durch beispielgebende Planungs- und Beteiligungsprozesse entstehen innovative Lösungen für die vielfältigen und komplexen Herausforderungen der urbanen Quartiersentwicklung. Gemeinsam mit der Stadtgesellschaft schaffen wir gerechte, grüne und produktive Quartiere.

Kontakt: Astrid Butt | Projektleitung Mobilität REGIONALE 2022 | Walther-Rathenau-Str. 33-35 | 33602 Bielefeld | EMail: a.butt@ostwestfalen-lippe.de | Telefon: 0521 96733132


Stadt Detmold

Quartiersentwicklung „DEAL – Detmold Echt-Autofrei Leben“


Autofreies Quartier in der ehemaligen Britensiedlung mit Möglichkeiten zur Nachverdichtung
(Ergänzungsbauten, temporären Bauten, z. B. „Tiny Houses“) und für gemeinschaftliche Wohnformen.

Rahmendaten

In der ehemaligen Britensiedlung soll ein echt-autofreies Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum entstehen.

Die Detmolder Britensiedlung entstand ab 1949 bis in die 1960er Jahre als eigener Wohnstandort für die Beschäftigten der in Detmold stationierten britischen Streitkräfte und deren Familien. Sie liegt rund 1,5 km nördlich des Detmolder Zentrums in einer hinsichtlich Verkehrsanbindung sowie sozialer und sonstiger Infrastruktur sehr gut integrierten Lage.

Sie besteht aus unterschiedlichen Teilbereichen, zumeist in Doppel- und Reihenhausbauweise und einigen Mehrfamilienhäusern. Mit dem Freizug der Wohnungen bis Oktober 2014 ergab sich für die Stadt Detmold ein Handlungsbedarf, der zur Festlegung von zwei Sanierungsgebieten und der Aufstellung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) führte. Zuletzt wurde im Februar 2021 das aktualisierte ISEK mit zahlreichen Maßnahmen vom Rat der Stadt Detmold beschlossen. Der städtebauliche Rahmenplanentwurf  stellt die mit dem ISEK beabsichtigten baulichen Entwicklungen dar.

    

Das Teilquartier Zeppelinstraße-Eckenerstraße-Stresemannstraße liegt im Norden der ehemaligen Britensiedlung direkt an der Siegfriedstraße. Jenseits der Siegfriedstraße schließt sich eine Gewerbebebauung mit (Groß-)Handels-, Lager- und Büronutzungen an. Nördlich und östlich grenzt das Quartier an Grünbereiche. Direkt südlich des Quartiers entstehen in einer Entfernung von maximal 200 m ab dem Jahr 2022-2023 neue Infrastruktureinrichtungen (Mobilpunkt, Kindertagesstätte, Nachbarschaftszentrum, Nahversorger).

Im Viertel stehen derzeit 27 Doppelhäusern (54 WE) und zwei Einfamilienhäusern (2 WE). Alle Gebäude stehen aktuell leer und sollen, bis auf ein Doppelhaus (2 WE) im Osten, wieder aktiviert werden. Kurzfristig werden im Jahr 2022 bereits einige Gebäude renoviert und für die zunächst vorübergehende Unterkunft von Geflüchteten hergerichtet.

DEAL – Das Konzept

Das Konzept richtet sich an Interessenten, die ohne eigenes Auto leben  wollen. „Echt autofrei“ bedeutet, dass im Quartier tatsächlich kein alltäglicher KfZ-Verkehr stattfindet. Die Mobilitätsbedürfnisse werden über den öffentlichen Personen-Nahverkehr, Zufußgehen und Radfahren, sowie über Sharing-Angebote gedeckt. Post- und Paketdienstleistungen, Müllentsorgung und sonstige Anlieferungen finden am Rande des Quartiers in Gemeinschaftsanlagen statt, die für keinen Bewohner mehr als 150 m entfernt liegen. Die öffentlichen Straßen werden zurückgebaut und zu gemeinsamen Spiel- und Begegnungsräumen umgestaltet.

Durch den Verzicht auf alltäglichen KfZ-Verkehr können nahezu alle Freiflächen als Bewegungsraum gestaltet werden. Im Straßenraum entstehen durch den Wegfall versiegelter Flächen neue, vielseitig nutzbare Grünflächen, die zu anderen Zwecken genutzt werden können. Es ist geplant, diese Flächen in ein Entwässerungskonzept nach dem Vorbild der „Schwammstadt“ zu integrieren. D.h., dass das Regenwasser größtenteils im Plangebiet versickert und durch Vegetation, z.B. Grünflächen, Bäume, Sträucher verbraucht wird. In den jeweils hinteren Bereichen der Gärten entstehen durch die Verkleinerung besonders großer Gartenflächen weitere großzügige Gemeinschaftsgrünflächen, die für Sport, Spiel, Erholung oder im Sinne des Urban Gardening genutzt werden können.

Zusätzliche Bauten und Maßnahmen der Nachverdichtung können das Wohnflächenangebot erweitern. Hierbei kann es sich um Tiny Houses, „Altenteilerhäuser“ oder (mobile/temporäre) Anbauten handeln, die in den hinteren Grundstücksteilen errichtet werden. Daneben sind in den bis zu 35 m tiefen „Garten“-Streifen auch größere Ergänzungsbauten, wie zum Beispiel für eine Altenwohngruppe, ein Mehrgenerationenhaus, für (Büro-)Arbeitsplätze oder kleinere Werkstätten denkbar. Die Quartiersgemeinschaft kann sich auch dazu entschließen, gemeinsam genutzte oder anmietbare Raumangebote zu errichten.

Die Grundstücke befinden sich aktuell im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)  und sollen nach einer  gemeinsamen Projektentwicklung mit der Stadt Detmold und potenziellen Interessenten an einzelne Eigentümer*innen oder Investor*innen veräußert. Aktuell werden kurzfristig noch im Frühling/Sommer 2022 einige Gebäude renoviert und als zunächst vorübergehende Unterkünfte für Geflüchtete hergerichtet. Die Umsetzung des Projektes und die Veräußerung von Grundstücken verzögert sich daher voraussichtlich auf das Jahr 2024.

Konzeptwettbewerb Wolfgang-Hirth-Straße

Rahmendaten und Planungsziele

Die Flächen zwischen Adenauerstraße und Wolfgang-Hirth-Straße liegen in der ehemaligen Britensiedlung rund 1,5 km von der Innenstadt entfernt in gut integrierter Lage. Im Rahmen eines Konzeptwettbewerbs mit anschließender Verhandlungsvergabe sollen die Flächen an einen Investor veräußert werden, der  sich zur Umsetzung bestimmter Qualitätsvorgaben verpflichtet. Wesentliche Ziele sind die Schaffung eines lebendigen neuen Viertels, die Umsetzung einer hohen städtebaulichen und architektonischen Qualität unter Berücksichtigung hoher sozialer, ökologischer und technischer Standards.

Insgesamt wird eine Fläche von 10.183 m² überplant. Aktuell befinden sich hier acht Mehrfamilienhäuser und im nördlichen Teil ein Garagenhof. Ein Flächenanteil von rund 8.000 m² soll im Rahmen des Verfahrens an einen Projektträger veräußert werden, der sich zur Errichtung von Wohngebäuden mit ergänzenden Nutzungen verpflichtet. Eine Fläche von 2.195 m² wird als öffentliche Grünfläche hergerichtet. Die Lage dieser öffentlichen Grünfläche ist nicht festgeschrieben. Konzeptionelle Vorschläge zur Einbindung der Grünfläche im Rahmen des Konzeptwettbewerbs sind erwünscht. Es sollen mindestens 60 Wohnungen (davon 40 geförderte) mit einem Wohnungstypenmix (für Singles, Paare, Familien, besondere Wohnformen) in einem Gebäudeensemble mit ansprechender architektonischer und freiräumlicher Gestaltung geplant werden.

Neben der Herstellung von Wohnungen ist die Aufnahme ergänzender Angebote in das Raumprogramm erwünscht. Hierbei sollte es sich vorwiegend um gemeinschaftlich durch die Mieter*innen nutzbare Räume handeln, ergänzt werden können jedoch auch z.B. Büroräume für ambulante Versorgungsstrukturen (Tagespflege) zur Versorgung der Britensiedlung. Für die Realisierung des Hochbaus werden innovative Konzepte für nachhaltig orientierte Gebäude erwartet. Es wird angeregt, zum Beispiel eine Modul- oder Holzbauweise vorzuschlagen. Eine Konzeptidee könnte auch den Einsatz von recycelten Baustoffen bzw. von recycelfähigen Baustoffen verfolgen. Ideen eines besonderen Parkraumkonzeptes, eines Energiekonzepts, Maßnahmen zur Klimaanpassung oder auch für das Wassermanagement sollten vorgeschlagen werden. Begrünte, mit Photovoltaik genutzte Dächer sind wünschenswert.

 

Für die wohnungsnahen halböffentlichen und privaten Räume soll ein Freiraumkonzept erarbeitet werden. Ein eigenes Gestaltungskonzept aus halböffentlichen und privaten Grünräumen mit der Vernetzung zum öffentlichen Freiraum wird erwartet. Die Aufnahme auch anderer Outdoor-Nutzungen, z. B. Urban Gardening, Mietergärten, Fitness-Parcours, Flächen für Jung und Alt etc. in die Freiraumplanung wird hierfür vorgeschlagen. Mit dem Projekt soll die Möglichkeit eröffnet werden, gemeinschaftlich zu wohnen und zu leben. Die genaue Konstellation der Projektträgerschaft bleibt daher bewusst offen. Wünschenswert ist eine Gemeinschaft aus Investoren, einem Wohnungsbauunternehmen oder einer Genossenschaft mit einem oder mehreren Architekten.

Wünschenswert  ist auch, dass in einem Teilbereich Flächen für eine Baugruppe mit Gemeinschaftseigentum vorgehalten werden. Wesentlich ist die Einhaltung der Vorgabe, 40 Sozialwohnungen innerhalb der Umsetzungsfrist bis zum 02. November 2024 (wird voraussichtlich noch weiter verlängert) zu errichten. Es besteht sowohl die Möglichkeit, die Bestandsgebäude (teil-)abzureißen als auch diese zu sanieren. Die Option, die Gebäude zu erhalten und zu sanieren, wird grundsätzlich offen gehalten, sofern sich die Umsetzung einer qualitätsvollen Planung im Sinne der Vorgaben des Auswahlverfahrens wirtschaftlich darstellen lässt.

Informationen zum Verfahren

Die Qualität des Konzeptes soll letztendlich im Vordergrund der Vergabeentscheidung stehen. Das beste inhaltliche Konzept für eine nachhaltige, lebendige sowie innovative Quartiersentwicklung mit hohen Freiraumqualitäten begründet letztendlich die Vergabeentscheidung.

Der Konzeptwettbewerb teilt sich in die Stufe 1 „Präqualifikation“ (Prüfung der Eignungskriterien der Bewerber*innen) und die Stufe 2 „Konzeptbewertung“ (Einreichung der Projektvorschläge und anschließende Bewertung durch ein Gremium auf der des Kriterienkatalogs/der Bewertungsmatrix) auf. Im Rahmen der Bewertung werden die Beiträge in eine Rangfolge gebracht. Ziel ist es, drei bestbewertete Konzepte zu ermitteln. Mit der Auswahl der drei besten Konzepte ist der Konzeptwettbewerb abgeschlossen.

Die „Verhandlungsvergabe zum Grundstückserwerb und zur Konzeptrealisierung“ bildet die Stufe 3 des Verfahrens. Die drei Bewerber*innen, die die beste Bewertung erhalten haben, werden zu Verhandlungsgesprächen eingeladen. Hier erfolgt eine Verhandlung und Überarbeitung der Konzepte mit anschließender erneuter Bewertung anhand der Bewertungsmatrix. Der in Stufe 3 letztlich ausgewählte Projektträger verpflichtet sich im Rahmen des Kaufvertrags und eines städtebaulichen Vertrags zur Einhaltung und Umsetzung der sich aus dem Vergabeverfahren ergebenden Qualitätsvorgaben bei der Errichtung des konzipierten Wohnraums.

Das Grundstück wird zum Festpreis veräußert. Dieser entspricht dem verbilligten Kaufpreis, der seinerzeit im Kaufvertrag zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und der Stadt Detmold vereinbart wurde. Damit verbunden ist die Verpflichtung, mindestens 40 Sozialwohnungen bis zum 02. November 2024 zu errichten. Im Rahmen des Kaufvertrags wird ein Betrauungsakt vorgenommen, um die sich aus dem Kaufvertrag mit der BImA ergebenden Verpflichtungen und Verbilligungen auf den Erwerber zu übertragen.

Aktuell werden kurzfristig noch im Frühling/Sommer 2022 einige Gebäude renoviert und als zunächst vorübergehende Unterkünfte für Geflüchtete hergerichtet. Die Umsetzung des Konzeptwettbewerbs und der anschließenden verhandlungsvergabe verzögert sich daher aktuell voraussichtlich auf das Jahr 2024.

www.detmold.de/startseite/leben-in-detmold/stadtentwicklung/staedtebauliche-planung/konversion/projekt-deal-detmold-echt-autofrei-leben/?L=4

Kontakt:
Moritz Pohlmann | Fachbereich Stadtentwicklung Stadt Detmold | Rosental 21 | 32756 Detmold | m.pohlmann@detmold.de | 05231 977-621
Evelin Chabrowski | Fachbereich Stadtentwicklung Stadt Detmold | Rosental 21 | 32756 Detmold | e.chabrowski@detmold.de | 05231 977-394


Stadt Gütersloh

Mansergh Quartier

              

© Blossey/BImA 2015                                                 © ARGE Studio Wessendorf & Studio RW, Berlin

Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne „Mansergh Barracks“ in Gütersloh soll ein gemischt genutztes Quartier entstehen.

Gütersloh ist Großstadt mit deutlichem Bevölkerungswachstum und attraktivem Arbeitgeberumfeld in OstWestfalenLippe. Durch den Abzug der britischen Streitkräfte eröffnet sich unweit der Stadtmitte ein rund 38 Hektar großes Kasernenareal, das die Chance zur Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum mit einer modernen Quartiersentwicklung bietet. Mit dem REGIONALE-Projekt Mansergh Quartier wird das über 80 Jahre verschlossene Areal geöffnet und in ein attraktives und innovatives Wohn- und Bildungsviertel verwandelt. Damit positioniert sich Gütersloh als wirtschaftsstarker Standort und junge urbane Großstadt in OstWestfalenLippe.

Ein vorbildliches Wettbewerbsverfahren mit umfangreicher Bürgerbeteiligung eröffnete die Planungen der Stadt Gütersloh in 2019/2020. Kern war eine Werkstattwoche, die von einem engen Austausch zwischen Planerteams und der Öffentlichkeit geprägt war. Im Ergebnis ist der Entwurf eines nutzungsgemischten Ortes zum Leben, Studieren und Arbeiten mit Heimatcharakter entstanden. (Bild: © ARGE Studio Wessendorf & Studio RW, Berlin)

Mit dem Campus Gütersloh der Fachhochschule Bielefeld am Entrée des Areals erhält das Mansergh Quartier einen Dreh- und Angelpunkt, wo Studierende und Hochschulangehörige dem Ort eine urbane Atmosphäre verleihen werden. Rund 2.500 Menschen werden an der ehemaligen Kaserne an der Verler Straße ein neues Zuhause finden. Vorgesehen sind innovative urbane Wohnformen und eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur und Nahversorgung. Daneben sollen wissensorientierte Unternehmen und Dienstleister sowie urbane Produktionsstätten im Quartier entstehen. (Bild: © Stadt Gütersloh)

Mit dem Mansergh Quartier sollen neue Maßstäbe für ein ökologisch nachhaltiges und klimaresilientes Leben gesetzt werden: autoarme Mobilität, Flächen für den Fuß- und Radverkehr sowie ein grün-blaues Band dominieren den öffentlichen Raum. Eine Parkanlage entlang des Gütersloher Stadtflusses, der Dalke, sorgt nicht nur für Erholungsmöglichkeiten im Grünen, sondern auch für ein Biotop in der Stadt. Auch im Hochbau erfolgt ein sensibler Umgang mit Ressourcen. Neubauten sollen möglichst nutzungsflexibel und nach Kriterien der zirkulären Wertschöpfung (Stichwort: Recycling) konzipiert werden. Es entsteht ein angemessenes Maß an Dichte mit überwiegend drei- bis viergeschossiger Blockrandbebauung und vier- bis fünf geschossigen Gebäuden im Zentrum des Quartiers.

Trotz der umfangreich angestrebten Transformation kann die ehemalige Kaserne durch den Erhalt identitätsstiftender Gebäude sowie die teilweise Weiternutzung der vorhandenen verkehrlichen und technischen Infrastruktur auch zukünftig ablesbar sein und damit ein bedeutender Bestandteil der Stadtgeschichte erhalten werden.

Weitere Informationen zum Planungsprozess sind abrufbar unter: www.manserghquartier.guetersloh.de

Weitere Unterlagen

2020 Dokumentation Entwurfswerkstatt Mansergh Quartier

2021 Dokumentation Rahmenplan (Vorentwurf)

2021 Lageplan (Vorentwurf)

2021 Dokumentation Buergerinfo

2020 Stadt Gütersloh Broschüre

Kontakt: Katja Goldau | Fachbereich Stadtplanung Stadt Gütersloh | Berliner Str. 70 |33330 Gütersloh | Katja.Goldau@guetersloh.de | 05241 82-2191

Joleen Winter| Fachbereich Stadtplanung Stadt Gütersloh | Berliner Str. 70 |33330 Gütersloh | Joleen.Winter@guetersloh.de | 05241 82-3125


Stadt Herford

Neues Quartier am Stiftberg

  

Ehemaliger Kasernendoppelstandort wandelt sich zum innovativen, smarten Wohnen und BildungsCampus!

Nachdem die Britischen Streitkräfte im Jahr 2015 den Standort Herford aufgegeben haben, hat die Entwicklung bzw. die Nachnutzung der Kasernen „Wentworth“ und „Hammersmith“ höchste Priorität. Während der BildungsCampus Herford (ehem. Wentworth-Kaserne) in seiner Entwicklung weit fortgeschritten ist, soll auf der Hammersmith- Kaserne ein neues vielfältiges Quartier entstehen.

Der Entwicklungsprozess der ehemaligen Hammersmith Kaserne zu einem gemischten Wohnquartier mit einem Nahversorgungszentrum nimmt zunehmend Gestalt an. Bereits im Jahr 2014 wurden erste Beteiligungsverfahren mit den Bürgern und Bürgerinnen durchgeführt.

Im Rahmen eines städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs ging 2018 das Architekturbüro Behet Bondzio Lin in Kooperation mit dem Landschaftsarchitekturbüro SAL ging als 1.Preisträger daraus hervor. Diese städtebauliche Planung für die Nachnutzung der ehemaligen Hammersmith-Kaserne sollte als Grundlage für die Ausarbeitung eines städtebaulichen Vorentwurfs dienen. Im Zuge der näheren Ausarbeitung und der fortwährenden Entwicklungen des Konversionsprozesses mussten u.a. aufgrund der geänderten Lage des Nahversorgungsmarktes sowie dem zwischenzeitlichen Erwerb der ersten Teilfläche der Hammersmith Kaserne eine Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfs erfolgen. So wurden verschiedene alternative Flächen für die Ansiedlung eines Nahversorgermarktes geprüft und ein Standtort weiter im Nordosten der Kasernenfläche gefunden, der die Topographie für eine gute städtebauliche Integration nutzt.

www.herford.de/Planen-Bauen-Wohnen-/Konversion/

Kontakt: Ann-Christine Maasberg | Stadt Herford | Auf der Freiheit 21 | 32052 Herford | Ann-Christine.Maasberg@Herford.de | 05221 189-4433


Stadt Minden

Das Rechte Weserufer

Das Rechte Weserufer als Quartier für Wohnen, Arbeiten, Freizeitgestaltung und Standort für intelligente Bahnsysteme.

Zwischen rechtem Weserufer und Bahnhof, Wasserstraßenkreuz und Kanzlers Weide liegt das ehemalige Kohlenufer Mindens. Ehemals industriell-gewerblich genutzte Flächen, historische Bausubstanz, preußische Befestigungsanlagen sowie geschlossene Wohnquartiere prägen das vielfältige Gebiet. Weitläufige Auen entlang der Weser bieten eine spektakuläre Landschaftskulisse und doch sind der Mindener Bahnhof und die Innenstadt fußläufig erreichbar.

In den nächsten 10 bis 15 Jahren soll das ehemalige Kohlenufer eine Renaissance erleben. Aufbauend auf einer zentralen Lage, einem engagierten, institutionellen Milieu und einem attraktiven Naturraum wird dezidiert gegen Mindernutzungen, Fragmentierungen und fehlende Aufenthaltsqualität im Stadtraum agiert.

Es entsteht ein urbanes und belebtes Quartier, das sich beständig weiterentwickelt, dabei jedoch auf Kontinuität zur prägenden Quartiersgeschichte sowie vorhandene institutionelle Qualitäten setzt. Neue Nutzungen aktivieren industrielle Konversionsflächen und ziehen Stadtbewohner*innen und regionale Besucher*innen an. Mittendrin in Minden bietet das Rechte Weserufer Freizeit und Erholungsmöglichkeiten, die sich verträglich mit dem natürlichen Flussraum verbinden. Minden eignet sich seinen Fluss an und schlägt Brücken, die beide Uferseite näher zusammenwachsen lassen. Es entstehen neue Begegnungsorte sowie gestalterische und funktionale Aufwertungen im Stadtraum, die Antworten auf eine lebenswerte Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Leben geben.

Das Projekt „Neues Leben am Kohlenufer“ zielt vorrangig auf die Integration eines negativ wahrgenommenen Ortsteils in zentraler Lage und leistet somit einen Beitrag zu Themen der Gleichstellung und Vielfalt. Ein städtebaulich unattraktiver Stadtteil soll so aufgewertet werden, dass er zu einem attraktiven Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsort für bestehende Einwohner*innen, aber auch die gesamte Stadtgesellschaft wird, dies jedoch ohne auf seine Besonderheiten und Individualität verzichten zu müssen. Auf den Flächen östlich des Mindener Bahnhofes siedelt sich zudem der RailCampus OWL an, welcher als einer der Standorte für das Deutsche Zentrum Mobilität (DZM) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ausgewählt wurde und

Die besonderen strukturellen und räumlichen Gegebenheiten des Stadtgebietes bieten eine thematisch sehr breite Fülle an Entwicklungsansätzen an, um dieses Ziel zu erreichen. Somit eröffnet das ehemalige Kohlenufer eine spannende Chance durch integrierte Transformationsprozesse die Entwicklung von Stadt, Landschaft und Fluss im Einklang mit der Gesamtstadt und dem vorhandenen geschichtlichen und funktionalen Charakter des Gebietes ganzheitlich zu bündeln. Im Sinne der Leipzig Charta und der „New Urban Agenda“ ist der Erfolg eines auf den ersten Blick so diversifizierten Vorhabens nur durch eine integrierte städtebaulich-freiraumplanerische Entwicklungsperspektive zu erreichen, die die vielfältigen Nutzungsansprüche an den Raum in Perspektive setzt, gegenseitig fruchten lässt und letztendlich koordiniert. Somit entsteht langfristig ein zukunftsfähiger und lebenswerter Stadtraum, der in Anlehnung an das Modell der europäischen nachhaltigen Stadt hervorragende Auseinandersetzungsmöglichkeiten mit der Frage bietet: Wie wollen wir in unseren Städten und Gemeinden zukünftig leben und arbeiten?

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, hat die Stadt Minden im Jahr 2019 ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für den Bereich aufgestellt, das aufbauend auf einer individuellen Analyse der Herausforderungen und Potentiale im Gebiet eine Liste an Interventionsmaßnahmen enthält. Im Jahr 2021 erhielt das Projekt „Neues Leben am Kohlenufer“ ebenso wie der RailCampus OWL den A-Status im Rahmen der REGIONALE 2022.

www.minden.de

www.railcampus-owl.info

Kontakt: Andreas Chwalek| Wirtschaftsförderung Stadt Minden | Kleiner Domhof 17 |32423 Minden | a.chwalek@minden.de | 0571 89-249


Stadt Paderborn

Konversionsstandorte Paderborn

           

Luftbild Zukunftsquartier (c) Gerd Vieler                Luftbild Alanbrooke (c) avpgroup                               Luftbild Waldkamp (c) Gerd Vieler

Neue, lebendige und urbane Stadtquartiere in innerstädtischer Lage vor historischer Kulisse.

Ein Beispiel für innovative Planungsprozesse ist das 54 Hektar große Zukunftsquartier in Paderborn, in dem aufbauend auf ein Memorandum mit dem Instrument der Testentwürfe ein rahmengebender Masterplan neuer Prägung erarbeitet wird.
 - www.paderborner-konversion.de/standort/zukunftsquartier-ehem-barker-kaserne
 - Verfahren Zukunftsquartier Paderborn

Die Schaffung unterschiedlicher und bedarfsgerechter Wohnungstypologien für diverse Zielgruppen ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Die Diversifizierung des Angebots in frei finanzierten und geförderten Wohnungsbau sowie Eigentum fördert lebendige Nachbarschaften, wie es beispielsweise im Alanbrooke Quartier in Paderborn derzeit erfolgt.
- www.paderborner-konversion.de/standort/alanbrooke-quartier
- Alanbrooke Quartier - Konversion in die Zukunft

Rahmenplan Waldkamp (ehem. Dempsey Kaserne)
Strukturkonzept, Wettbewerb und Rahmenplan für ein rund 20 ha großes Gebiet in integrierter Lage im Stadtgefüge ca. vier Kilometer von der Innenstadt Paderborns entfernt.
- www.paderborner-konversion.de/standort/waldkamp-ehem-dempsey-kaserne

Kontakt: Raphael Prell | Stadt Paderborn - Stadtplanungsamt | Am Hoppenhof 33 | 33104 Paderborn | R.Prell@paderborn.de | 05251 88-12607